24/7-Laden planen

Selbstbedienungsladen eröffnen: Standort, Kosten und täglicher Betrieb

Bevor du Geräte bestellst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf Standort, Sortiment und Aufwand. Hier findest du die Fragen, die vor der Eröffnung wirklich zählen – mit aktuellen Schweizer Preisen und einer Checkliste zum Abhaken.

Was braucht ein Selbstbedienungsladen?

Ein 24/7-Laden besteht aus mehr als einer Kasse. Es braucht eine passende Fläche, verlässliche Zahlung, saubere Produktdaten und einen Betrieb, den du auch aus der Ferne im Blick behältst.

Passende Verkaufsfläche

Dorfladen, Hofladen, Getränkeladen oder Spezialitätenladen – mit klarem Sortiment und guter Zugänglichkeit.

Selbstbedienungskasse

Deine Kundschaft scannt selbst und bezahlt ohne Wartezeit an der Kasse.

Online-Verwaltung

Produkte, Preise, Verkäufe und Auswertungen von überall verwalten.

Zahlung

Kartenzahlung über ein Zahlterminal, das für unbediente Selbstbedienung zugelassen ist.

Alterskontrolle

Optional

Für Alkohol und andere altersbeschränkte Produkte: Zutritt und Alter digital prüfen.

Betrieb rund um die Uhr

Längere Öffnungszeiten, ohne dauerhaft Personal an der Kasse einzuplanen.

Machbarkeit vor Technik

Ist dein Standort für Selbstbedienung geeignet?

Diese sechs Fragen kosten dich eine halbe Stunde und ersparen dir teure Korrekturen. Ein guter Standort reduziert Erklärungsaufwand, Fehlbedienung und laufende Betreuung.

  • Ist der Laden sichtbar, erreichbar und zu den gewünschten Zeiten sicher zugänglich?
  • Sind Strom, stabiles Internet, Beleuchtung und ein geeigneter Kassenplatz vorhanden?
  • Ist das Sortiment klar genug, damit Kundinnen und Kunden selbstständig einkaufen können?
  • Wer übernimmt Nachfüllen, Reinigung, Störungen und gelegentliche Kontrollen?
  • Gibt es Alkohol oder andere altersbeschränkte Produkte, die zusätzliche Kontrollen brauchen?
  • Gibt es genügend Nachfrage ausserhalb der bedienten Öffnungszeiten?

Bleibt eine Frage offen, ist das kein Ausschlusskriterium – aber ein Punkt, den du vor der Bestellung klären solltest.

Mit echten Zahlen rechnen

Was kostet ein Selbstbedienungsladen?

Du wählst eine Kasse und ein Abo – nicht alles zusammen. Zum Kiosk kommen immer ein zugelassenes Zahlterminal und die Verkabelung dazu: Die kleinste Kombination liegt damit bei CHF 2'570.– einmalig statt bei CHF 1'490.–.

Einmalig

Kasse – eine Variante wählen
Sunmi K2 mini (15.6″, Theke)
CHF 1'490.–
Sunmi K2 (24″, Wandmontage)
CHF 1'990.–
Sunmi Flex 3 (22″, Desktop-Stand)
CHF 2'490.–
Kommt immer dazu
Zahlterminal PayTec UTP1000F
CHF 1'060.–
CH-Verkabelung
CHF 20.–
Nur bei Alterskontrolle
Stellard-Box
CHF 1'890.–

Monatlich

Abo – eine Variante wählen
Basis (erste Kasse inklusive)
CHF 99.–/Mt.
Retail (Bestand, Lieferanten, Filialen)
CHF 179.–/Mt.
Nur bei Alterskontrolle
Stellard Basis (pro Ausweis-Scanner)
CHF 29.–/Mt.

Dazu kommen Posten, die nicht auf unserer Rechnung stehen: Internet, Strom, Versicherung, Nachfüllen und die Zeit für Kontrolle und Betreuung. Genau diese Positionen entscheiden am Ende, ob sich der Laden trägt.

Alle Preise in CHF, exkl. MwSt. Mindestlaufzeit der Abos 12 Monate, danach monatlich kündbar. Keine Einrichtungs- oder Installationsgebühren.

Deine Checkliste

In sechs Schritten zum 24/7-Laden

  1. 1

    Konzept festlegen

    Ladenart, Sortiment, Öffnungszeiten und Zielgruppe definieren.

  2. 2

    Standort prüfen

    Zugang, Strom, Internet, Platz und Sicherheitsanforderungen klären.

  3. 3

    Kasse auswählen

    Kiosk, Scanner, Waage und Zahlung passend zum Sortiment wählen.

  4. 4

    Alterskontrolle planen

    Bei Alkohol oder anderen geschützten Produkten Zutritt und Altersprüfung mitdenken.

  5. 5

    Produkte vorbereiten

    Sortiment, Preise, Barcodes und Lieferanten in der Online-Verwaltung einrichten.

  6. 6

    Starten und nachschärfen

    Kasse anschliessen, Team instruieren und die ersten Verkäufe auswerten.

Der Alltag zählt

Wie funktioniert der Betrieb im Alltag?

Selbstbedienung heisst nicht, dass keine Arbeit mehr anfällt. Der Unterschied: Deine Zeit fliesst in planbare Aufgaben statt in Präsenz an der Kasse. Das sind die wiederkehrenden Handgriffe.

  • Verkäufe, Fehlermeldungen und auffällige Transaktionen in der Online-Verwaltung durchgehen.
  • Produkte nachfüllen – anhand der Bestände statt aus dem Bauch heraus.
  • Ordnung, Sauberkeit, Beleuchtung, Zutritt und Geräte kontrollieren.
  • Preise, Verfügbarkeit und Produktdaten aktuell halten.
  • Bei Fragen und Störungen erreichbar sein, auch ohne ständige Präsenz vor Ort.
Sortiment und Verantwortung

Welche Produkte eignen sich für Selbstbedienung?

Einfacher Start

Verpackte, klar beschriftete und barcodefähige Produkte sind am einfachsten: haltbare Lebensmittel, Getränke, Eier, regionale Spezialitäten und viele Hofladen-Produkte.

Mehr Planung nötig

Gewichtsabhängige Ware, Produkte ohne Barcode, verderbliche Lebensmittel und viele Varianten brauchen zusätzliche Prozesse – eine Waage, eigene Preisschilder oder häufigere Kontrollen.

Altersbeschränkte Produkte

Sobald Alkohol oder andere altersbeschränkte Produkte im Regal stehen, gehören Zutritt, Altersprüfung und Freigabe von Anfang an ins Konzept – nicht als Nachrüstung.

Eine technische Altersprüfung unterstützt diesen Ablauf. Die Ausgestaltung und die Verantwortung für das Sortiment bleiben aber beim Betreiber und müssen zu Standort und geltenden Vorgaben passen.

Passt das zu deinem Laden?

Aus der Praxis

Typische Fehler beim Start

Ein kleiner, gut getesteter Start schlägt fast immer den technisch überladenen Laden, dessen Abläufe noch niemand kennt. Diese Punkte kosten am häufigsten Geld und Nerven.

  • Mit zu vielen Produkten starten, bevor klar ist, was tatsächlich gekauft wird.
  • Den Aufwand fürs Nachfüllen und Kontrollieren unterschätzen, weil die Kasse ja automatisch läuft.
  • Internet, Strom und einen Plan für Ausfälle erst nach der Installation klären.
  • Rechtliche Vorgaben zu Betrieb, Alkoholverkauf und Öffnungszeiten zu spät klären – statt Bewilligungen und Jugendschutz früh abzustimmen.
  • Alterskontrolle und Zutritt erst angehen, wenn das Sortiment bereits feststeht.
  • Erfolg nur am Umsatz messen – statt auch an Verfügbarkeit, Warenkorb, Ausschuss und Betreuungszeit.

Häufige Fragen zum Selbstbedienungsladen

Brauche ich für einen Selbstbedienungsladen Personal?

Nicht dauerhaft an der Kasse. Zeit brauchst du weiterhin für Nachfüllen, Reinigung, Betreuung und Kontrolle. Plane diese Aufgaben bewusst ein – in der Online-Verwaltung siehst du Verkäufe, Bestände und Ausnahmen zentral und musst dafür nicht im Laden stehen.

Was ist mit Diebstahl in einem unbedienten Laden?

Das ist die häufigste Frage – und sie lässt sich nicht allein mit Technik beantworten. Die Kasse schafft Transparenz: Jeder Verkauf ist erfasst, und über die Bestände siehst du, wo Ware verschwindet. Zutrittskontrolle hilft zusätzlich, weil der Laden nur Personen offensteht, die sich vorher identifiziert haben. Kameraüberwachung, Ladenaufteilung und Beschriftung bleiben Entscheidungen des Betreibers und müssen zum Standort passen.

Was brauche ich bis zur Eröffnung?

Die Hardware wird vorkonfiguriert geliefert. Vorbereiten musst du dein Sortiment mit Preisen und EAN-Codes, den Vertrag für die Zahlungsanbindung sowie Strom, Internet und den Kassenplatz im Laden. Sind diese Punkte bereit, nimmst du den Laden gemeinsam mit scango.ch in Betrieb.

Kann ich Alkohol oder andere altersbeschränkte Produkte verkaufen?

Ja, mit einer passenden Alters- und Zutrittskontrolle. scango.ch arbeitet dafür mit Stellard: Die Stellard-Box prüft das Alter auf dem Ausweis und steuert den Zutritt zu Tür oder Kühlschrank. Sie kostet CHF 1'890.– einmalig plus CHF 29.– pro Monat und Scanner. Die Verantwortung für das Sortiment bleibt beim Betreiber.

Funktioniert scango.ch auch für einen Hofladen?

Ja. Hofläden gehören zu den typischen Einsatzbereichen – besonders wenn regionale Produkte auch ausserhalb klassischer Öffnungszeiten verkauft werden sollen.

Was kostet eine individuelle Einrichtung?

Das hängt von Ladenart, Hardware, Anzahl Filialen, Waage und Alterskontrolle ab. Die kleinste Kombination aus Kiosk, Zahlterminal und Verkabelung liegt bei CHF 2'570.– einmalig, dazu ab CHF 99.– pro Monat. Für deinen konkreten Laden erhältst du über das Angebotsformular eine unverbindliche Aufstellung.

Rechnen wir deinen Laden konkret durch

Du kennst jetzt Standortfragen, Kosten und den Aufwand im Alltag. Im nächsten Schritt schauen wir uns deine Fläche, dein Sortiment und die passende Hardware an – und du bekommst eine unverbindliche Aufstellung für einmalige und monatliche Kosten.

Dorla

Du suchst ein Gesamtkonzept für deinen Selbstbedienungsladen?

Dann schau dir den Dorla an. Dorla zeigt, wie ein autonomer Dorfladen als Gesamtkonzept funktionieren kann: Standort, Ladenaufbau, regionale Produkte, Zutritt rund um die Uhr und ein einfacher Einkauf gehören zusammen. Die Selbstbedienungskasse von scango.ch ist dabei ein Teil des Konzepts.